Handy-Diebstahlschutz

Problem:

Sie möchten Ihr Handy vorsorglich so präparieren, dass ein Dieb so wenig wie möglich damit anfangen kann und dass Sie es im Fall eines Diebstahls orten und ggf. sogar wiederfinden können.

Lösung:

Sie lernen in diesem Beitrag, wie Sie die Daten Ihres Handys verschlüsseln, damit ein Dieb weder irgendwelche Daten sehen noch das Handy überhaupt nutzen kann. Außerdem lernen Sie, wie Sie Ihr Handy vorsorglich so einrichten, das Sie es im Fall eines Diebstahls orten und ggf. löschen können.

IMEI und SIM-Karten-Nummer Ihres Smartphones abfragen und aufheben

Starten Sie zur IMEI-Abfrage die Telefon-App auf dem Smartphone, und aktivieren Sie den Ziffernblock. Tippen Sie die folgende Zeichenfolge ein:

*#06#

Auf dem Bildschirm wird die IMEI angezeigt – eine eineindeutige, 15- stellige Seriennummer, die jedes Mobilfunk-Endgerät identifiziert. Speichern Sie sie an einem sicheren Ort – im günstigsten Fall führen Sie sie immer mit sich, weil die Polizei die IMEI bei einer Diebstahl-Anzeige benötigt.

Auf dem iPhone können Sie die IMEI übrigens auch über die App „Einstellungen“ -> „Allgemein“ -> „Info“ ablesen – ebenso die SIM-Karten-Nummer (neben „ICCID“).

Passwortschutz und Verschlüsselung – so schützen Sie die Daten auf dem Handy

Damit niemand die Daten auf Ihrem Smartphone lesen kann, wenn Sie es einmal verloren haben oder falls es Ihnen gestohlen wurde, sollte das Gerät mit einem Passwortschutz versehen werden. Dadurch kann ein Dieb nicht einmal telefonieren, auch keine Apps nutzen. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie ein iPhone oder iPad mit einem sicheren Passwort schützen. Durch die Vergabe eines Passworts werden die Daten auf iPhone und iPad sogar verschlüsselt und können von einem Dieb nicht mehr gelesen werden.

Wenn Sie ein Android-Smartphone nutzen, wählen Sie in der App „Systemeinstellung“ unter „Sicherheit“ bzw. „Speicher“ die Auswahl „Telefon verschlüsseln“, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Ortungsdienste aktivieren, um ein gestohlenes Handy orten zu können

Voraussetzung dafür, dass Sie Ihr gestohlenes iPhone oder iPad selber orten können, ist die Aktivierung der Ortungsdienste. Starten Sie dazu die App „Einstellungen“, und tippen Sie auf „iCloud“ und auf „Mein iPhone suchen“. Aktivieren Sie den Schalter neben „Mein iPhone suchen“. Ebenfalls sinnvoll ist es, die Option „Letzten Standort senden“ zu aktivieren:

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Wenn Sie ein Android-Smartphone nutzen, müssen Sie den Standort-Zugriff in den „Einstellungen“ erlauben. Schieben Sie dazu den Schieberegler neben „Standort“ auf „An“, und bestätigen Sie Ihre Auswahl im nächsten Fenster durch Antippen von „Zustimmen“.

Wie Sie die Ortungsfunktion nutzen können, um ein gestohlenes Handy wiederzufinden oder unbrauchbar zu machen, lesen Sie bitte hier:

Checkliste ausfüllen: Alle wichtigen Daten an einem sicheren Ort

Wir empfehlen Ihnen, diese Checkliste herunterzuladen, auszudrucken und auszufüllen. Dann haben Sie „im Fall der Fälle“ alle nötigen Daten beisammen und können ohne Zeitverlust reagieren:

Download der Checkliste

Fotostream einschalten: Vielleicht fotografiert sich der Dieb selbst 😉

Es wäre nicht der erste Dieb, der mit einem gestohlenen Handy ein „Selfie“ – ein „Selbstbildnis“ – fotografiert, oder wenn er Partner, Freunde und sein Umfeld ins Bild setzt. Und das ist Ihre große Chance, den Täter zu personifizieren. Damit die Fotos, die der Täter fertigt, auf Ihre anderen Apple-Geräte mit der selben Apple-ID gestreamt werden, müssen Sie auf dem zu schützenden Gerät den Fotostream einschalten.

Starten Sie dazu die App „Einstellungen“, und tippen Sie nacheinander auf „iCloud“ und „Fotos“. Aktivieren Sie den Schalter neben „iCloud-Fotomediathek“. Dadurch werden alle Fotos, die auf dem Gerät erzeugt werden, zusätzlich an die iCloud übertragen und dort gespeichert.

„Taschenalarm“ schreckt Diebe ab und erzeugt in Notsituationen Aufmerksamkeit

Eine Mitarbeiterin unserer Redaktion hatte erst kürzlich die zweifelhafte „Gelegenheit“, den Taschenalarm in einer kritischen Situation einzusetzen … und war angetan von der abschreckenden Wirkungsweise auf die Täter und von der Aufmerksamkeit, die sie erzeugt hat. Deshalb empfiehlt sie – nicht nur Frauen – das Mitführen eines „Taschenalarms“, der so funktioniert:

Bei dem „Taschenalarm“ handelt es sich um ein kleines und nur etwa 40 Gramm leichtes Gerät, nur einige Zentimeter hoch und breit. Ein kleiner Stift am Taschenalarm, der im Notfall den Alarm auslösen kann, wird zunächst in Alarmbereitschaft gesetzt, indem Sie ihn herausziehen. In diesem Zustand stecken Sie den Taschenalarm in die Hosen- oder Jacken-/Manteltasche, hängen ihn um Hals oder Gürtelschlaufe oder halten ihn in der Hand – eine Schlaufe schützt vor dem Verlieren.

Im „Fall der Fälle“ brauchen Sie nur den Stift einzudrücken, um einen  infernalischen Lärm auszulösen. Ein extrem lauter Alarmton – bis zu 150 dB – schreckt sowohl Angreifer als auch Tiere ab, einige Modelle imitieren sogar eine Polizeisirene. Da Sie den Stift auch in der Hosen- oder Jackentasche deutlich spüren können, ist es auch in Ausnahmesituationen einfach, ihn einzudrücken und so den Alarm auszulösen. Das verschreckt viele Angreifer.

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In „Öffis“ (ÖPNV) nicht allein auf einem Viererplatz am Fenster setzen

Wenn Sie mit dem ÖPNV fahren, sollten Sie in bestimmten Situationen oder zu bestimmten Tages- oder Nachtzeiten Plätze meiden, die bei Übergriffen von Banden beliebt sind. Das sind in erster Linie die Fensterplätze in einem Viererblock im hinteren Bereich des Fahrzeugs. Wenn Sie allein auf einem solchen Fensterplatz sitzen, könnten kriminelle Banden die anderen drei Plätze blockieren, Ihnen den „Fluchtweg“ versperren und Sie bedrängen und/oder berauben. Besser ist es, einen Platz am Gang und in Fahrer-Nähe zu nutzen.

Vorbeugung: Handys gehören nicht in die hintere Hosentasche!

Stecken Sie Ihr Handy nie in die hinteren Hosentaschen. Professionelle Diebesbanden sind – z. B. mit der „Antanzen“-Methode – darauf spezialisiert, Ihre Sinne durch viele Berührungen am Körper zu trüben, damit Sie den Diebstahl aus der Hosentasche nicht spüren.

Stecken Sie Ihr Handy lieber in die vorderen Taschen; sie sind enger und tiefer. Auch die Innentaschen von Jacken sind als Handy-Garage bestens geeignet – und das noch mehr, wenn sie mit einem Reißverschluss gesichert sind.

Ihr Handy wurde schon gestohlen?

Wenn diese Tipps für Sie zu spät kommen und Ihr Handy bereits gestohlen wurde, dann lesen Sie bitte in diesem Beitrag (hier tippen oder klicken), was Sie nun tun sollten.

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  3 comments for “Handy-Diebstahlschutz

  1. Victor
    26. Januar 2016 at 6:46

    Ich hab woanders gelesen, dass man auch den Fotostream einschalten soll, wenn das Telefon geklaut wurde. Was ist da dran? Wozu soll das gut ein?

    • Michael Altenhövel
      26. Januar 2016 at 8:17

      Ja, das ist eine sehr gute Anregung. Dadurch werden nämlich Fotos, die der Dieb fertigt, über den Fotostream auf Ihre anderen Apple-Geräte übertragen. Mit ein bisschen Glück erfahren Sie dann mehr über den Dieb und über sein Umfeld. Wir werden Ihre Anregung aufgreifen und den Beitrag in Kürze erweitern. Danke nochmals!

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