Datenschutz: So schützen Sie Ihr Smartphone

Smartphones haben sich mittlerweile als stete Begleiter im Alltag fest in unserem Leben etabliert. Die Zeiten, in denen das Handy ausschließlich die Funktion als mobiles Telefon innehatte, sind vorbei. Heutzutage dient es uns mit seinem breit gefächerten Einsatzspektrum als Unterhaltungsmedium,  zur Speicherung sensibler persönlicher Daten, zur Bearbeitung von Texten und Tabellen, ja sogar als digitale Kreditkarte. Dennoch kommt der Datenschutz in vielen Fällen deutlich zu kurz.

Durch fehlende Datenschutz-Einstellungen zum gläsernen Verbraucher

Von Spotify über Google Chrome bis hin zu Facebook und weiteren Applikationen – den sogenannten Apps – versprechen Softwareanwendungen auf dem Smartphone für den Nutzer einen großen Nutzen bei der Bewältigung des Alltags. Sei es zur Ermittlung der günstigsten Bahnverbindung, als Fitness- und Haushaltsberater oder zur Kontaktaufnahme mit Freunden und Familie. Erhältlich sind diese Applikationen über diverse Shops wie den Apple App-Store oder Google Play Store. Damit diese Applikationen funktionieren, muss ein Zugriff auf verschiedene Nutzerdaten, etwa Fotos oder das Kontaktbuch, gewährleistet sein. Doch nicht immer sind diese Zugriffsanforderungen für uns Nutzer nachvollziehbar.

Auf diese Weise ist es Apps beispielsweise durch das Abgreifen unserer Bewegungs- und Standortdaten möglich, Bewegungsprofile der einzelnen Nutzer zu erstellen. Hierzu gehört etwa der Arbeitsplatz, Wohnort oder Ort für den täglichen Einkauf. Mit diesen Informationen erstellen Unternehmen gezielte Werbeofferten für Nutzer. Obgleich diese Form der Nutzung eher harmloserer Natur ist, öffnet ein schwacher Datenschutz die Pforten für deutlich gefährlicheren Missbrauch der Nutzerdaten.

Glücklicherweise lassen sich mit ein wenig Kenntnis die Datenschutzeinstellungen auf modernen Smartphones für ein Mehr an Sicherheit manuell steuern. Folgende Maßnahmen sorgen für mehr Datenschutz im Alltag:

Entzug überschüssiger Berechtigungen

Bei der Installation, spätestens jedoch bei der Nutzung einer Applikation, ist die Bestätigung diverser Zugriffsrechte nötig. Nicht selten fordern Applikationen mehr Rechte, als zur Nutzung eigentlich notwendig sind. Spätestens dann, wenn eine App themenirrelevante Nutzungsrechte fordert, sollten die Alarmglocken schrillen. Zu den typischen Berechtigungen gehören etwa ”In-App-Käufe”, ”SMS”, ”Telefon”, ”Mikrofon” oder ”Medien und Dateien”.

Datenschutz-Einstellungen

Unter iOS lassen sich die Zugriffsrechte einfach und nachträglich bearbeiten. In den Einstellungen sind sämtliche installierte Applikationen gelistet. Besitzt eine App Zugriffsrechte, die nicht relevant für die Nutzung stehen, lassen sich diese Zugriffsrechte durch das Betätigen eines Schalters deaktivieren.

Installation von Sicherheitsupdates

Apple ist ein Vorreiter in punkto Sicherheit und Datenschutz. Grundsätzlich bietet iOS aufgrund seines Betriebssystems weniger Schwachstellen als vergleichbare Betriebssysteme anderer Hersteller wie Android. Damit dieser Schutz aufrechterhalten bleibt, ist die Installation neuer Updates zum Erhalt des Schutzes elementarer Natur. Nur so lassen sich entdeckte Sicherheitslücken schließen und die Privatsphäre bewahren. Updates laden sich bei Apple je nach Einstellungen selbstständig über Nacht aufs Smartphone.

Nutzung eines Viren-Schutzprogramms ist aktiver Datenschutz

Rein theoretisch sind die auf den offiziellen von Apple und Google betriebenen Stores verfügbaren Applikationen geprüft und sicher. In der Realität sieht dies jedoch anders aus. Gehackte Applikationen oder Malware sind gang und gebe, ganz zum Leidwesen des Nutzers. Abhilfe schafft ein Antiviren-Programm. So gibt es das hochwertige Programm von Avira auch schon kostenlos.

Sicherung des Sperrbildschirms

Die Gefahr geht nicht nur unbekannten Dritten aus dem Internet aus. Im Falle eines Diebstahls können Kriminelle Daten direkt aus dem Smartphone auslesen. Im Falle des iPhones hilft ein Sperrbildschirm vor dem unberechtigten lokalen Zugriff. Je komplexer dieser Code, desto sicherer das Smartphone. Noch gibt es kein Programm, welches die Sicherheitsbarriere des iPhones zum Auslesen der Daten knacken kann.

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